Checkliste Social Media

Auch im Bereich „Social Media“ ist Content king!

„Wir machen jetzt mal Social Media. Erstellen Sie ein Facebook-Profil für unser Unternehmen!“

Eine Aussage, die in Deutschen Unternehmen sicherlich immer noch täglich zu hören ist. Leider. Für viele Firmen bedeutet Social Media eben lediglich Facebook.

Facebook bedeutet wiederum Gewinnspiele, iPad-Verlosungen und Gutschein-Aktionen.  Das war´s dann auch mit der Kreativität. Effektives Social Media Marketing geht definitiv anders. Jeder, der sich auch nur etwas mit der Materie beschäftigt, weiß: Social Media ist mehr als nur Facebook, Twitter und Google+. Eine schlüssige Strategie sollte daher immer vorher ausarbeitet werden.

Für viele Unternehmen kann Facebook in der Tat eine gute Wahl sein. Unternehmen, die eher nicht massentaugliche Produkte haben, haben es auf Facebook jedoch schwer. Hier sollte man über Aktivitäten in Fachblogs nachdenken.
Sie haben gute Bilder? Schon einmal an Pinterest gedacht?

Social Media für Jedermann?

Bevor man im Bereich Social Media aktiv wird, sollte man sich daher folgende Fragen stellen:

  • Warum möchte man Social Media machen?
    Reputation Marketing, Branding, Optimierung der Kommunikation mit dem Kunden, Vertrieb, CSR? Ich kenne Unternehmen, die ihren kompletten Service-Bereich über Facebook und Twitter sehr erfolgreich abwickeln. Nur muss man sich darüber Gedanken machen. Einfach einmal ein Profil erstellen, führt nicht zum Erfolg. Überlegen Sie: Was sind die individuellen Stärken des Unternehmens? Was ist der USP? Was macht das Unternehmen sympathisch?
  • Hat ihr Unternehmen überhaupt genügend Qualitätscontent zur Verfügung? Und nein, Content ist nicht nur Text, sondern auch gute Bilder (Pinterest?) sowie Videos. Sie brauchen Content? Fragen Sie uns!
  • Auf welchen Portalen finden Sie ihre Kunden? Ist ihre Zielgruppe wirklich auf Facebook aktiv? Oder finden Sie diese eher in Blogs und guten Foren? Was sind die Bedürfnisse ihrer Zielgruppe? Wie verhält sich ihre Zielgruppe in den Sozialen Netzwerken? Gibt es hier große Unterschiede?
  • Wer kümmert sich um die Verwaltung der Profile, erstellt den Content und platziert diesen? Am besten ist, wenn die verschiedenen Abteilungen eng-verzahnt miteinander zusammenarbeiten. Marketing, Design, Vertrieb.
    Social Media im Unternehmen ist keine One-Man-Show.
  • Wer ist der Verantwortliche? Wer gibt Postings frei? Je mehr Freiraum es dabei gibt, desto spontaner kann meist die Interaktion stattfinden. Erfahrungsgemäß ist das bei konservativen Firmen das größte Problem. Moderne, online-affine Unternehmen sind hier klar im Vorteil.

WBG Sensible SocialMediaChecklist v2.0 Sensible Social Media Checklist for Business v.2.0 [INFOGRAPHIC]

Grafik gefunden bei: The Whole Brain Group

Wann mit Social Media durchstarten?

Und jetzt soll es richtig losgehen?

  • Haben Sie sich erst einmal für einen oder mehrere Kanäle entschieden (Google+ sollte immer dabei sein!), brauchen Sie – wie schon erwähnt – regelmäßig guten Content. Gute Posts müssen neugierig machen. Verraten Sie nicht zu viel. Und machen Sie Lust auf mehr.
  • Es macht Sinn mindestens 4 Mal pro Woche zu posten. Damit meine ich keine langweiligen iPad-Gewinnspiele (siehe oben), sondern Themen, die ihre Kunden, eure Zielgruppe interessiert. Welche Fragen könnten ihre Kunden haben? Welche Produktneuheiten gibt es? Was immer geht: Zeigen Sie Menschen! Sie haben einen neuen Mitarbeiter in der Firma? Stellen Sie ihn auf Facebook oder Google+ vor. Das schafft nähe und macht ihr Unternehmen menschlicher.
  • Wenn Sie schon Gewinnspiele machen wollen, dann verlosen Sie bitte Produkte ihres Unternehmens. Sie produzieren Drucksachen? Dann verlosen Sie Visitenkarten, Flyer und Co. Sie stellen Fahrräder her, dann loen Sie ein Fahrrad oder Fahrradzubehör aus. Warum? Wenn Sie ein iPad verlosen, bringt ihnen das kurzfristig tolle Follower-Zuwächse. Nur werden diese Follower (meist Hausfrauen mit Katzenbildern) nie wieder interagieren und zu Multiplikatoren werden. Diese sind aber entscheidend und pushen ihren Edge-Rank. Ihre Visibilität wird steigen. Und das ist wichtig.
  • Bleiben Sie dynamisch. Posten Sie nicht nur Text, sondern so oft es geht hochwertige Bilder und Videos. Hier herrscht die größte Interaktion der Fans.
  • Schauen Sie sich ihren Content genau an! Ist dieser informativ, spannend, kurios, witzig, überraschend? Nein? Dann arbeiten Sie daran. Meine besten Accounts sind die, die nicht auf Abverkauf zielen, sondern die dem User wirklich tolle News und Bilder bieten.
  • Bleiben Sie immer authentisch! Social Media sollte IMMER offen und ehrlich sein. Posts, die ihr Unternehmen negativ darstellen könnten, niemals löschen. Sondern suchen Sie mit dem Fans aktiv das Gespräch und schöpfen Sie aus negativer Kritik neues Potential. Sie bekommen schließlich direktes Feedback von Kunden.
    Und Optimierungsbedarf gibt es in jedem Unternehmen. Hören Sie zu!
  • Sollten ihr je in einen Shitstorm geraten, oder die üblichen Nörgler, die es in jeder Fanstruktur gibt, einmal wieder Radau machen, ignorieren Sie diese nicht, sondern suchen Sie aktiv die Kommunikation. Das kostet nicht selten extrem viel Nerven, aber lohnt sich.
  • Reputation Management? Nicht selten werden Nörgler zu Markenbotschaftern. Bleiben Sie am Ball! Die Reaktion auf eine Fan-Frage sollte dabei maximal 4 Stunden später erfolgen. Zu lange Wartezeiten sind nicht gut.
  • Verinnerlichen Sie, dass Social Media nicht etwas aus einer anderen Welt ist. Fragen Sie sich immer: Wie würde ich reagieren, wenn mir der Fan direkt gegenüber sitzen würde?
  • Binden Sie alle bekannten Social-Media-Plugins auf ihrer Seite ein. Facebook, Google+ usw.
  • Haben Sie genügend Multiplikatoren? Damit meine ich nicht nur jeden zufriedenen Fan, der ganz schnell zum Markenbotschafter ihres Unternehmens werden kann, sondern jeden Mitarbeiter der Firma. Jeder Mitarbeiter sollte zumindest ab und an den Content retweeten, sharen oder liken. Und auch hier gilt: Ehrlich bleiben. Versuchen Sie nicht ihre „Freunde“ hinters Licht zu führen und schreiben Sie: „Schaut euch diese tollen Bilder an!“, wenn sie in Realität mies sind. Bleiben Sie authentisch!
  • Edge Rank:Dazu werde ich die nächsten Wochen noch einen eigenen Beitrag schreiben. Sie sollten den Edge Rank aber immer im Blick haben. Klicken Sie dazu bei Facebook auf ihre Fanpage. Im Bildbereich auf der Startseite der Page sehen Sie: 1234 Gefällt mir-Angaben, 234 Leute sprechen darüber. Um den Edge Rank zu ermitteln brauchen Sie einen einfachen Dreisatz. Leute, die darüber sprechen / Gefällt mir-Angaben x 100Der durchschnittliche Wert liegt bei 1,74. Liegt die Interaktionsrate ihrer Page darüber? Warum der Edge Rank wichtig ist? Je höher ihr Edge Rank bei Facebook, desto öfter/länger stehen ihre Post in der Timeline der Fans. Posts von Seiten mit hohem Edge Rank werden mehr Fans angezeigt und erscheinen in der Timeline weiter oben.
  • Rel-Author-Tag: Sie sollten auf ihrer Website unbedingt das Rel-Author-Tag setzen. Was das bringt? In der Google-Suche wird dann ein tolles Bild des Autoren angezeigt. Was das wiederum bringt? Image. Mehr Klicks. Stärkung des Autorenprofils. Denn Google wertet schon ganz genau aus, welcher Autor in welchem Themengebiet stark ist.

Bei der Auswahl eines SEO & Web Dienstleisters oder einer Online-Marketing Agentur oder Online-PR-Services, achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

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2 Responses

  1. 28. August 2013

    […] einem sozialen Netzwerk. Analysen zeigen, dass sehr gute Seiten ein ebenso gutes Profil auf einem sozialen Netzwerk besitzen. “Gut” bedeutet in diesem Bereich, dass die Facebook- oder Google-Plus-Seite […]

  2. 8. Juli 2014

    […] ist nicht nur Facebook das Maß der Dinge. Wie Sie meiner „Checkliste Social Media“ entnehmen können, sind auch andere Plattformen wie Google+ und Pinterest stark im Kommen und […]

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