CMS – brauch ich das? Und wenn ja, welches?

Immer wieder sehen wir noch Websites OHNE Content Management System (CMS). Im Frühsommer baten wir unsere Praktikantin Sophia Meier deshalb etwas über Content Management Systeme aus ihrer Sicht zu schreiben.

Content Management Systeme (CMS)

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CMS ist ein Softwaresystem zur Unterstützung des Content Management, das heißt es wird dazu verwendet, den Inhalt von Websites zu verwalten. Dies ermöglicht, dass der eigentliche redaktionelle Inhalt von dem Seitenlayout getrennt bearbeitet werden kann. Ein Content Management System lässt sich in drei Anwendungsmodule teilen: Das Redaktionssystem zur Bearbeitung und Verwaltung von Inhalten, das Content Repository für die Inhaltsspeicherung und das Publishing System, das die Ausgabe z.B. im World Wide Web (WWW) ermöglicht.

Die Vorteile des CMS:

  • Rechte für die Benutzer anhand von Benutzernamen und Passwörtern
  • Schnelle Aktualisierung der Inhalte mit Hilfe einer benutzerfreundlichen CMS Oberfläche
  • Direkte Eingabe der Inhalte durch den CMS Editor
  • Schnelle Integration von Daten und Datenbanken durch Im- und Exportfunktionen
  • Hohe Flexibilität durch Trennung von Inhalt, Layout und Navigation
  • Gewährleistete Qualitätssicherung vor der Veröffentlichung

In der Regel sollte es sich bei einem CMS für KMUs um eine Open Source Software handeln. Das bedeutet, dass der Quellcode für jedermann zugänglich ist, erweitert, programmiert und verbreitet werden kann. Um aus den Hunderten von Open Source CMS – die richtige Auswahl zu treffen, sollte man vor allem die Ziele und Einsatzbereiche des bevorstehenden Online Projekts betrachten anstatt die reinen Funktionen eines Content Management Systems.
Zusätzlichen können die unterschiedlichen Ausprägungen eines CMS Systems bei der Auswahl helfen:

  • Das Web Content Management System dient vor allem zur Erstellung und Verwaltung von Inhalten, zusätzlich aufwertbar durch die Einbindung unterschiedlicher Medien. Zu den Standardanforderungen eines gelungenen Webauftritts gehören Verfügbarkeit auch auf Smartphones (Responsives Design), Problemlose Einbindung von Medien wie Bildern, Grafiken, Audiodateien und Videos, ggf. Mehrsprachigkeit, eine Newsverwaltung und eine gute Volltextsuche.
  • Social Publishing / Communities tragen zur Entwicklung und Bereitstellung von Online Communities bei, deren Mitglieder eigene Inhalte erstellen und in Foren Erfahrungen austauschen können.
  • Blog Publishing / News sind Systeme, bei denen die Hauptfunktion im Blogging liegt. Zu den Basisanforderungen zählen hierbei die obligatorischen Interaktionsmöglichkeiten der Kommentarfunktion für die Leser und die zeitgesteuerte Veröffentlichung der Artikel (wie auf diesem Blog und mit diesem „Post“ (Beitrag / Artikel) passiert.

 

Die Top 5 aller CMS Systeme

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1. WordPress

WordPress ist ein erstklassiges Freeware-Tool, mit dem Sie im Nu anspruchsvolle und anschauliche Internet-Blogs verfassen und veröffentlichen.

WordPress zählt mit zu den berühmtesten Weblog Systemen und ist eine freie Webanwendung zur Verwaltung der Inhalte bspw. von Texten, Bildern und Videos auf einer Website. Wie es bei einem Blog Publishing System üblich ist, gibt WordPress die obligatorische Interaktionsmöglichkeit über Leserkommentare sowie eine zentrale Linkverwaltung. Besonders die riesige Anzahl an verschiedenen Designs und Erweiterungen durch Plugins, aber auch der geringe Aufwand für Installation und Einrichtung sprechen für das WordPress CMS. Das System basiert ebenfalls auf der Skriptsprache PHP sowie der kostenlosen Datenbank MySQL.

2. TYPO3

Backend von TYPO3

Backend von TYPO3

TYPO3 gehört zu den bekanntesten Open Source CMS und erschien erstmals 1998.
Zu den wichtigsten Funktionen gehören unter anderem die zeitliche Steuerung der Inhalte, Nutzerverwaltung und Mehrsprachigkeit. Das kostenlose TYPO3 CMS ermöglicht zudem die einfache Integration von Bildern, Texten, Tabellen sowie externen Datenquellen. Es ist beliebig erweiterbar mithilfe seiner zahlreichen individuellen Funktionen, wodurch es nahezu für jeden Anspruch eine Lösung gibt. Aufgrund dessen ist das TYPO3 CMS besonders für Portale mit regelmäßigen News und Aktualisierungen geeignet. Über den Browser können Benutzer auf die Administrationsoberfläche der Website zugreifen und dort redaktionelle Inhalte erfassen ohne besondere HTML – Kenntnisse aufweisen zu müssen. Das System basiert auf der Skriptsprache PHP, dem OpenSource Internetserver Apache und der kostenlosen Datenbank MySQL, bei der Konfigurationssprache handelt es sich um TypoSkript. Die hauseigene Suchfunktion überzeugt leider nicht, weshalb wir meist unseren Kunden die Verwendung der Google Custom Search ab 100 USD im Jahr empfehlen.

3. Contao

contao_backendContao, früher TYPOlight genannt, erschien erstmals 2006 und ist ein Open Source CMS für mittlere bis große Websites. Der größte Vorteil an diesem System ist die einfache Handhabung in der Verwaltung. Das Backend ist ebenfalls leicht bedienbar und lässt sich sehr genau auf die eigenen Bedürfnisse in seiner Funktionalität anpassen aufgrund der über 1.800 Erweiterungen. Die integrierte Volltextsuche und die Möglichkeit über die manuelle und zeitgesteuerte Veröffentlichung von Seiten und Inhalten sprechen ebenfalls dafür. Das System ist in der Programmiersprache PHP geschrieben und benutzt als Datenbank MySQL.

4. Drupal

Das Open Source CMS Drupal unterscheidet sich vor allem von üblichen CMS durch seine Ansätze einer Social Software und seines differenzierten Rollen- und Rechtesystems. Drupal unterstützt insbesondere den Aufbau von Communities, deren Mitglieder eigene Artikel als eine Art Weblog erstellen und sich gegenseitig über Themen informieren und austauschen können. Das CMS besteht aus einem Kern, der die Grundfunktionalität liefert und Modulen mit weiteren Funktionen, die dem System beliebig hinzugefügt werden können. Erfahrungsberichte zeigen jedoch, dass Drupal aufgrund seiner Komplexität nicht für Einsteiger zu empfehlen ist.

Nach Aussagen vieler Webentwickler gibt es bei der Arbeit mit dem Content Management System „Drupal“ kein Webseiten-Projekt, das nicht umzusetzen wäre. Einzig am Entwickler soll es liegen, wie er mit dem System umgehen kann.

Drupal ist in der Programmiersprache PHP geschrieben und verwendet die Datenbank MySQL.

5. Joomla!

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Backend von Joomla!

Das Open Source CMS Joomla! dient hauptsächlich der Erstellung von Websites mit stets veränderlichen bzw. dynamischen Inhalt. Das Besondere daran ist, dass die Seiteninhalte durch eine beliebig große Anzahl an Autoren mithilfe eines leicht bedienbaren Editors wie TinyMCE bearbeitet werden können. Der Editor lässt sich wie bei den anderen CMS mittels eines Webbrowsers aufrufen, wodurch die Inhalte ortsunabhängig über jeden Internetzugang eingegeben werden können. Über die Benutzerverwaltung wird von dem Administrator jedem Autor und Inhalt individuelle Zugriffs- und Schreibrechte zugeteilt. Die einfache Installation und Einrichtung des CMS und die riesige Anzahl an Erweiterungen und vorgefertigten Designs sprechen ebenfalls für Joomla!. Als Programmiersprache wird PHP 5 und als Datenbank MySQL verwendet.

Quellen:
  • http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/content-management-system-cms.html
  • http://www.visual4.de/open-source-cms-system/cms-vorteile.html
  • http://www.cyres.de/cms-grundlagen/cms-definition/open-source.htm
  • http://www.visual4.de/open-source-cms-system/cms-vergleich-joomla-wordpress-typo3-drupal-contao-plone.html
  • http://www.visual4.de/open-source-cms-system/typo3-cms-einfuehrung-vor-und-nachteile.html
  • https://de.wikipedia.org/wiki/WordPresshttps://contao.org/de/funktionen.html
  • https://www.gruenderkueche.de/fachartikel/liste-content-management-systeme-cms-vergleich-typo3-wordpress-joomla-drupal-redaxo-contao/
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Joomla
  • http://www.netzwelt.de/news/82037-freeware-cms-test-drupal.html
  • http://www.chip.de/downloads/WordPress_23843274.html

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1 Response

  1. Alexander Liebrecht sagt:

    Hallo Sophia,
    ich durchsuche regelmässig das Web nach themen-relevanten CMS-Inhalten und stolperte dieses Mal über euren Blog hier, finde es toll, mal wieder etwas zu meinen Themen nachzulesen. Mit den OpenSource CMS bin ich nicht insofern aufgewachsen, weil ich sie erst seit 2013 teste sowie erprobe. Erfahrungen liegen bei mir vor mit solchen CMS wie WordPress (seit 9 Jahren), Drupal und Joomla seit ein paar Jahren, PHP Fusion seit ein paar Jahren und noch setze ich schon datenbanklose und schnell ladende Flat File CMS wie HTMLy, GRAV oder Mecha CMS ein. Ob die Flat File CMS die Zukunft sein werden, kann ich so nicht sagen, aber das ist auch ein sehr interessanter OpenSource CMS-Sektor, welcher sich stets entwickelt.

    Als Blog-Beginner dürfte man meistens an WordPress geraten, was aber ausreicht, um eine eigene Webseite ins Internet zu stellen. Auch steigen etliche Webuser bei Joomla und Drupal, eher seltener bei Typo 3 wegen dem schweren Typoscript, ein. Das muss erst noch erlernt werden, was du bei WordPress und Co. nicht hast.

    Jedes neue OpenSource CMS erfordert, dass jemand damit täglich arbeitet. Nur auf diese Art und Weise wird man wärmer mit der Materie und kann den vollen Funktionsumfang nach einiger Zeit kennenlernen. Am schnellsten wird es wahrscheinlich bei WordPress der Fall sein, aber auch hier muss ich nach 9 Jahren sagen, dass alle Funktionen du eh nicht nutzen wirst. Den meisten Bloggern geht es um das Veröffentlichen der Inhalte, die Kommentarfunktion, um mit den Lesern in Kontakt zu bleiben und eben das Blog an sich. Erweiterungstechnisch schneidet WordPress am besten ab und layout-technisch auch erste Sahne 🙂

    Jeder CMS-Nutzer sollte auf seinem Auftritt mobiles Design ermöglichen und für deinerseits erwähnte CMS dürfte es schon responsive Themes geben. Bei manchen CMS geht es dank dem Bootstrap wie zum Beispiel mit einem bootstrap-fähigen Drupal 8 Theme. Ich setze gerne beim WordPress auf die Standard Themes wie TwentySixteen und da ich bereits WP 4.7 Beta 2 installiert habe, in dem Falle auf das Theme TwentySeventeen, was du auf der hier verlinkten Webseite im Einsatz sichten kannst.

    Ich bin sehr auf die fortlaufende CMS-Entwicklung gespannt und verfolge es, so oft es geht, um mich weiterzubilden und noch mehr Erfahrungen zu sammeln. Jeder CMS-Bericht ist mir dabei hilfreich, Wissen anzuhäufen und an meine Leserschaft weiterzutragen.

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