Digital First

Vergessen Sie das klassische Marketing – Ich sage: Digital First!

Wenn das Marketing in der komplexen Welt der Sozialen Medien funktioniert, funktioniert es überall anders auch?

In meiner bisherigen Laufbahn konnte ich einige Marketingdisziplinen kennen lernen. Hängen geblieben bin ich im Bereich Online.

Immer wenn ich Unternehmen empfehle sich zu 100% auf das Digital Marketing zu konzentrieren, höre ich von Kollegen und Mitarbeitern aus dem klassischen Marketing und der PR, dass dies nur eine temporäre Idee sein könne, Erfolg habe man damit nicht. Also ob „dieses Online“ eines Tages wieder verschwinden könne.

Im Gegenteil: Die Zeiten der klassischen Printwerbung sind gezählt.

Warum Digital First?

Weil sie immer noch davon überzeugt sind, dass das traditionelle Marketing wieder aufholen würde. Man müsse nur lange genug warten und hoffen. Digital Marketing wäre nur eine aktuelle Laune einer ziemlich wankelmütigen Welt. Riskant, sage ich!

Die digitale Kluft wächst

Seit mehr als fünf Jahren professionalisiert sich das digitale Marketing immer mehr. Branchen wie SEO und Social Media wachsen stetig, der Online-Umsatz wächst, innovative Unternehmen sprießen aus dem Boden – und bleiben. Digitales Marketing ist so ein gigantischer Marketingbereich, wie wir ihn nie zuvor hatten. Nicht mal in Zeiten der „Mad Men“ gab es so umfangreiche Disziplinen.

Je nachdem, wo Sie den Startpunkt ansetzen, würde ich sagen, dass wir die komplette Professionalisierung des digitalen Marketings seit über vier Jahren erreicht haben.

Und traditionelle Marketingfachleute haben noch nicht aufgeholt.

Genau genommen sind sie nicht einmal nah dran. Vielmehr ist die Lücke größer als je zuvor!

Und das ist durchaus angebracht. Denn digitales Marketing ist wie bereits erwähnt anders als alles, was wir bisher kennen. Sobald Sie auf etwas Neues stoßen, eröffnet sich eine weitere endlose Fülle von potenziellem Wissen.

Spontan fallen mir dazu folgende Beispiele ein:

1. Die stetig aufkommende Komplexität von Inbound– und OutboundSEO, SEM und SMO und das, was passiert, wenn „Pinguine“ und „Google-Autoren“ alle bekannten Karten neu mischen.

2. Große Datenakquisitionen und statistische Analysen sozialer Medien, die zu den zahlreichen intern generierten Datensätzen in Bezug gestellt werden = gigantisches Verkaufspotential.

3. Die Herausforderungen im Zusammenhang mit der schnellen, kostengünstigen Erstellung von Multimediakommunikation und deren Implementierung.

4. Die Bedeutung von Inbound-Marketing im Allgemeinen und Content-Marketing im Besonderen.

5. Vollständig neue Kenntnisse über die Arbeit mit Influencern, die nicht dadurch angetrieben werden, über die Neuigkeiten von jemand anderem zu berichten, sondern aus eigenem Antrieb hochwertigste Inhalte produzieren.

6. Die Funktionsweise von E-Commerce unterstützt durch Listenerstellung und sozial initiiertes Aussenden von E-Mails in eine vollständige Verlagerung von chronologischen hin zu ereignisbasierten Kommunikationszyklen.

7. Die Faszination und die nicht endende Wissenschaft der Onsite-Conversion zusammen mit allem, von Eye-Tracking und A-B-Tests bis hin zu tiefgreifenden sozialpsychologischen Einblicken, die uns vorgeben, wie wir Online-Kommunikation optimieren können.

8. Übergang vom „Marketing als Feuerwerk“ hin zum MaaS („Marketing as a Service“).

9. Soziale Links, deren Wertigkeit an der tatsächlichen Interaktion gemessen werden.

10. Enge Zusammenarbeit mit Kodierern, Programmierern, Art Directorn, Interaktionsdesignern und großen Dateningenieuren, die alle in den strategischen Kommunikationsprozess einbezogen werden. Online-Experten müssen zu 360°-Marketern werden und alle Disziplinen im Auge behalten, konsolidieren und optimieren.

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Ein geschäftsuntypischer Ablauf

Also, ich sage es nur ungern, aber traditionelles Marketing kann das alles nicht einfach während des gewöhnlichen Geschäftsablaufs leisten.

Was passiert?

Boom. Anstatt dass digitale Marketingexperten verschwinden, bekommen sie immer bessere Positionen in Unternehmen und gründen neue innovative Agenturen.

Boom. Ich kenne zahlreiche Unternehmen und was ist das aktuelle Haupteinstellungskriterium? Digitales Fachwissen!

Boom. Wenn Sie heutzutage eine Kampagne durchführen, wer soll dann die Strategie aufstellen? Immer häufiger digitale Experten. Warum?

Wenn Sie sich das vereinfachte Modell unten anschauen, stellen Sie fest, dass man es auch mühelos woanders einsetzen kann, wenn es digital funktioniert. Das digitale Modell stellt am besten dar, wie Kommunikation durch unsere heutige Gesellschaft fließt.

Digital First

Die Komplexität des sozialen Marketings erfordert eine neue Denkweise.

Denn Digital bewegt die Wahrnehmung der Menschen am schnellsten. Es hat die Rolle als unseren Hauptausgang für die Informationsaufnahme und den Dialog auf mehreren Ebenen übernommen.

Was hat das alles nun zu bedeuten?

Digital first

Wie bereits gesagt, es handelt sich nicht um einen Wettkampf. Jede Art von Marketing hat ihre Vorzüge. Letztendlich kommt es darauf an, was Sie erreichen möchten. Und vor allem auf eine reibungslose Vernetzung.

Falls Sie es aber noch nicht bemerkt haben: Digitales Marketing ist keine Modeerscheinung.

Denken Sie daran, dass Ihr Marketingleiter bzw. Ihre Marketingleiterin mehr über ‚digital‘ weiß als jeder andere in der Marketingabteilung. Denn genau deshalb hat er oder sie den Job bekommen.

Es ging nie darum, welche Rolle digitales Marketing im traditionellen Marketing spielen sollte. Es war immer umgekehrt.

Foto: © violetkaipa – Fotolia.com

Bei der Auswahl eines SEO & Web Dienstleisters oder einer Online-Marketing Agentur achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

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SEO 2015

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9 Responses

  1. Utku Akkoc sagt:

    Sehr treffender Artikel,

    die „DIGITALE REVOLUTION“ findet bereits statt, wer es noch nicht verstanden hat, ist der Verlierer in den nächsten Jahren. Man muss ja nicht gänzlich auf die Printmedien verzichten aber die gesunden Mischung machts, beide Formen modern miteinander kombiniert können enorme Kräfte entfalten. Aber da hinken die deutschen KMUs mächtig hinterher und der Nachholbedarf -wenn denn die Krise überwunden ist- ist groß, hier ergeben sich für viele Branchen neue Herausfoderungen.

    Mit bestem Gruß
    Utku Akkoc

    • Marc Michael sagt:

      Absolut! Zugegeben, der Titel meines Beitrags ist etwas „ketzerisch“ und richtig, Printmedien, Pressemitteilungen etc. sind nicht generell schlecht, sondern gehören auch zu einem erfolgreichen Marketingmix dazu. Aber selten als Fokus. Hier haben viele Firmen – leider (oder zum Glück) nicht nur KMUs mächtig Nachholbedarf.

  2. Hainzinger sagt:

    Sehr gut getroffen, jedermann geht Online, der Rest verpennt! Deutsche Firmen, im Dornrösschenschlaft wenn es um digitales Marketing geht, nur ohne Happyend.

  3. Harald Hinnerwisch sagt:

    Absolut richtige Aussage: Digitales Marketing ist keine Modeerscheinung. Wundern tut mich die skeptische Haltung vieler Marketing-Leute allerdings nicht. Man braucht sich im täglichen Leben nur die zahlreichen negativen Bewertungen des Mediums INTERNET anhören. Als bequemes Kommunikationsmedium wird das Internet zwar akzeptiert, aber eine Nutzung zur Werbung oder zur Bildung? Das ist für viele unvorstellbar. Schließlich verblöden digitale Medien uns nur, oder etwa nicht? In Deutschland stoße ich oft auf eine ausgeprägte Abwehrhaltung gegenüber der digitalen Welt. Leider verhindert diese Haltung auch die eine oder andere Innovation.

    Beste Grüße

  4. Ekstof sagt:

    Sehr guter Artikel.
    Auch der klassische Bereich kann noch extrem viel lernen (Individualisierung, Automatisierung, usw) um ideal zu ergänzen.
    Das wird er aber wohl erst dann tun, wenn er quasi benahe stirbt und sich als Unterbereich des Digitalen Marketing neu erfindet!

  5. Marc Michael sagt:

    Danke für die Erwähnung!

  1. 26. September 2014

    […] Ode ans digitale Marketing – sozusagen. Marc Michael hat sehr schöne Beispiele, warum digitales Marketing nicht einfach […]

  2. 24. Oktober 2014

    […] Weil sie immer noch davon überzeugt sind, dass das traditionelle Marketing wieder aufholen würde. Man müsse nur….weiter zum vollständigen Artikel […]

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