Gefährdet Google den Mittelstand?

Das Innovationsdilemma

Mit der Zeit tendieren Unternehmen grundsätzlich dazu Dinge die erfolgreich laufen auch genau so fortzusetzen und werden bequem. Oft werden nur inkrementale Verbesserungen vorgenommen (Stichwort: „deutsche Ingenieurskunst“). Aber in einer globalisierten Welt, die primär durch Technologie (Software) bestimmt wird, wird Ihr Unternehmen sich nur bedeutend erfolgreich weiterentwickeln können, wenn Sie den Mut zum Lernen und den Mut für neue Wege aufbringen. Das gilt für große Linien (z.B. in der Automobilindustrie „Weiterentwicklung Diesel“ versus „E-Auto“) wie auch bei kleinen Schritten, die wir Ihnen hier anbieten. Die beste Zeit dafür ist, wenn es Ihrem Unternehmen (noch) gut bis sehr gut geht!

Kennen Sie solche Statements aus den Medien?:

Google stiehlt Ihre Firmendaten für seine Zwecke.

oder

Google manipuliert die Suchergebnisse zu seinen Gunsten.

oder etwas skurriller

Google hat Verträge mit Amazon und großen Versandhändlern. Keine Chance für Offline-Verkaufsläden!

Treffen solche Aussagen auch auf Ihr Unternehmen zu?

Klipp und klar: NEIN, aber Google gefährdet den Status Quo auch Ihres Unternehmens. Und wir erklären Ihnen, warum das so ist und was Sie dagegen tun können!

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Die Unternehmerin / Der Unternehmer

Sie haben ihr Handwerk gelernt. Nehmen wir mal an Sie betreiben eine Bäckerei. Sie haben eine Lehrzeit durchlaufen und eventuell ihren Meisterbrief gemacht. Sie wissen wie man gute Brötchen backt. Dank Ihrer guten Ausbildung haben Sie allerdings auch gelernt, dass es mit guten Brötchen alleine nicht getan ist. Sie müssen sich zumindest in den Grundzügen mit Dingen wie der Buchhaltung, der Gewinn- und Verlustrechnung, ggf. einer Bilanz, den Steuern und auch mit Marketing beschäftigen. Viel Arbeit und viel Know-How sind dafür nötig. Nun kommt so eine Entwicklung wie das Internet & Google daher und Sie sagen „Das ist mir zu kompliziert, das verstehe ich nicht (mehr)“. OK, dieser Artikel geht von der Annahme aus, dass das Internet & Google für Ihr Unternehmen von Bedeutung ist. Ist es das nicht, dann trifft dieser Artikel nicht auf Sie zu und Sie können aufhören weiterzulesen. Sollten Sie allerdings der Meinung sein, dass das Internet & Google für Sie von Bedeutung ist oder vielleicht doch für Ihr Unternehmen von Bedeutung werden könnte, dann freuen wir uns, wenn Sie genau weiterlesen.

Ihr Steuerberater & Ihr Google

Sicher haben Sie sich schon über die Verwaltung des Finanzamts, deren Gebaren und die vielen Formvorschriften in Steuerangelegenheiten geärgert. Aber „mitmachen“ mussten Sie dennoch. Sie mögen ebenso wie ich nicht alle Details verstanden haben (dafür haben Sie im Zweifel Ihren Steuerberater), aber die Regeln mussten auch Sie einhalten. Genau wie z.B. die Steuerverwaltung versucht eine gewisse Ordnung aufrecht zu erhalten, macht das auch Google. Allerdings haben Sie die „Freiheit“ sich nicht danach zu richten. Sofern Ihr Unternehmen aber vom Internet abhängig ist oder es in Zukunft sein könnte, ist es womöglich keine so tolle Idee Google und seine Richtlinien zu ignorieren!

Die Legitimation

Wir können jetzt lang und breit, philosophisch, technisch und wirtschaftlich und wie auch immer über die Legitimation von Google diskutieren. Fakt ist: Bei der letzten Bundestagswahl 2013 erhielten CDU/CSU und SPD 64,2% der Stimmen und bilden seitdem eine Regierung. Google dagegen hat einen Marktanteil in Deutschland von 94,52%. Über diesen Prozentsatz bestimmen die Konsumenten. Jeden Tag immer wieder aufs Neue. Sie können das akzeptieren, bedauern – aber ignorieren sollten Sie es nicht. Sofern, wie gesagt, Ihr Unternehmen vom Internet abhängig ist oder es ggf. bald sein könnte! Und das wird es!

Formerfordernis

Wenn Sie mit Ihrem Finanzamt korrespondieren möchten, dann brauchen Sie eine Steuernummer, ggf. eine Steueridentifikationsnummer oder vielleicht Ihre Umsatzsteuer-ID. Und mit Google können Sie nicht kostenlos in Kontakt treten? Doch: Dafür brauchen Sie die Google Search Console.

Google Search Console

Mit der Google Search Console verhält es sich in etwa so wie mit Ihrem Steuerberater oder dem Finanzamt. Es sind Ihre Finanzen, es sind Ihre Steuern und es ist Ihr Kontakt zu den „Behörden“. Also Sie sollten wissen „es gibt so etwas“ und da Ihnen (hoffentlich) die Domain (Website www.IhreFirma.de) gehört sollten Sie auch darauf Zugriff haben. Sprich Sie sollten der Inhaber oder notfalls ein Administrator sein. Somit können Sie Dritten Zugriff auf dieses Tool geben. Denn nur dort erfahren Sie oder ein Mitarbeiter oder ein damit beauftragter Dienstleister ob es Nachrichten von Google gibt, bzw. ob Sie etwas an Google übermitteln sollten. Genau so wenig wie man von Ihnen zwingend erwartet, dass Sie die Anlage N zur Einkommenssteuerveranlagung voll umfänglich verstehen, müssen Sie dies auch nicht bei der Google Search Console. Aber Sie müssen wissen, dass es so etwas gibt und dass jemand von Zeit zu Zeit ein Auge darauf wirft. Nicht mehr, aber keinesfalls auch nicht weniger!
Google Search Console

Google Analytics ist nicht datenschutzkonform? Falsch!

Immer wieder hören wir von Kunden „Google Analytics verwenden wir nicht, weil …“ und oft steht dahinter der Gedanke, dass dieses Tool zumindest in Deutschland nicht zulässig, bzw. nicht datenschutzkonform sei. Dies ist falsch! Allerdings muss der Google Analytics Code datenschutzkonform in Ihre Website eingebaut werden! Eine Information hierzu entnehmen Sie exemplarisch einem PDF des Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht. Bei der Umsetzung der Anleitung sollten Sie einen versierten Web-Dienstleister zu Rate ziehen, der versteht, was die Behörden uns hier mit auf den Weg gegeben haben. Da es im Rahmen dieses Verfahrens auch notwendig sein wird mit Google einen Vertrag (so richtig auf Papier mit 2 Unterschriften etc.) zu schließen, finden Sie diesen sogenannten Datenschutzvertrag für Google Analytics auch hier.
Dies einmal umgesetzt bietet Ihnen Google Analytics fantastische Daten und Werte um Ihre Webpräsenz zu optimieren!
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Google Analytics bietet Ihnen umfassende Einsichten in das Nutzungsverhalten Ihrer Besucher! Auf einen einzelnen Besucher werden Sie allerdings nicht zurückgreifen können, denn Google geht es nicht darum den einzelnen User ausfindig zu machen, sondern auf Basis einer Menge von Signalen Ihnen Hilfestellungen bei der Optimierung Ihrer Webpräsenz für Ihre Zielgruppe zu helfen. Zur Interpretation sollten Sie einen zertifizierten Google Analytics Spezialisten zu Rate ziehen.

Geldvernichtung mit AdWords

Fast die Hälfte aller Interessenten informieren sich online, bevor sie eine Kaufentscheidung treffen – Tendenz steigend. Mit einer Anzeige auf Google erreichen Sie neue potenzielle Kunden zum günstigsten Zeitpunkt, nämlich dann, wenn diese nach Ihren Produkten oder Dienstleistungen suchen. Das klingt doch gut. Leider ist die AdWords-Oberfläche und das Handling für Werbetreibende teils verwirrend und es gibt auch keine wirklich gute Kurzanleitung „wie werbe ich richtig mit Google AdWords?“. Entweder Sie lesen viel Fachlektüre oder Sie lassen sich auch hier gut beraten und betreuen.
Mit AdWords können Sie ganz schnell ganz viel Geld vernichten! Oder glauben Sie, dass Suchende mit dieser Suchanfrage mit hoher Chance in den Bayerischen Wald zu locken sind?

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Und in diesem Beispiel ist der Umstand noch relativ überschaubar. Wenn ich nur Hotels im Bayerischen Wald anzubieten habe, dann müssen halt für Suchanfragen alle sicherlich nicht zutreffenden Regionen ausgeschlossen werden. Klar könnte eine Suchanfrage mit „Sauerland“ statt „Italien“ ggf. Interessenten vom Sauerland in den Bayerischen Wald umgeleitet werden. Aber mit „Italien“ sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass aus dieser Suchanfrage ein Gast wird dramatisch! Dies war wie gesagt ein humaner Fall! Wir sehen hier täglich wesentlich schlimmere Arten der Geldvernichtung mit Google AdWords aus Unwissenheit.

Gefährdet Google nun den Mittelstand?

Ja, er gefährdet diesen, aber es liegt nicht an Google sondern an den Unternehmerinnen und Unternehmern, die sich schlicht zu stark weigern sich mit der Thematik Google zumindest in für sie relevanten Bereichen zu befassen. Dieses Beispiel veranschaulicht die Gedankenwelt einiger Unternehmer leider immer noch recht gut. Auch deren Know How lässt leider stark zu wünschen übrig, dabei wäre es gar nicht so schwer das zu verbessern:
oma

So etwas ist gut, wenn auch sicher nicht uneigennützig

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Zu den Veranstaltungen und Terminen.

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Harald

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Harald ist ein Seriengründer in den Bereichen Software, Web, Mobile und Medien. Haralds Lieblingsaktivitäten drehen sich um 'disruptive Geschäftsmodelle'. In der Vergangenheit eher im Bereich "streaming media" und "Web-TV" derzeit mehr rund um "Data Driven Marketing". Seine Aktivitäten laufen seit November 2013 unter Oplayo.com. Harald ist Mit-Gesellschafter der Oplayo GmbH, Geschäftsführer der Gesellschaft und Referent der "PR im Web" - Präsenzseminare.

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