Google AMP – Warum Sie Ihre Website für AMP optimieren sollten

Update vom 18. März 2017: Dieser Artikel erschien auf PR im Web erstmals am 2. November 2016. Seitdem wurde der Artikel um viele Details erweitert!

Haben Sie sich bereits mit dem Thema AMP in Bezug auf Ihre Inhalte für mobile Endgeräte befasst?
Nur 23% der SEO Profis haben für sich oder ihre Kunden konkrete Maßnahmen zur Implementierung des Google AMP Renderings unternommen. Eine Chance, die Sie sich Anfang 2017 meines Erachtens nicht entgehen lassen sollten! Und diese Chance ist für Websitebetreiber noch voll da – warum, lesen Sie hier.

AMP – richtig heisse Ware:

Video 1 vom AMP-Chefentwickler:

Video 2:

Was ist AMP?

Um die Ladezeiten auf Mobilgeräten zu senken, arbeitet Google beim Projekt „Accelerated Mobile Pages“ mit. Eine Open-Source-Initiative zur Optimierung der mobilen Nutzererfahrung. Accelerated Mobile Pages sind HTML-Seiten, für die verschiedene technische Herangehensweisen eingesetzt werden, um die Geschwindigkeit und die Nutzerfreundlichkeit durch quasi sofortiges Laden von Inhalten zu verbessern. Seit Oktober 2016 werden AMP-Seiten auf der gesamten mobilen Google-Suchergebnisseite mit einem Blitz-Symbol besonders hervorgehoben.

Sollten Sie Ihre Inhalte nun für AMP optimieren?

Lassen Sie mich einen Blick auf die Vor- und Nachteile von Google AMP-Seiten werfen, damit Sie besser entscheiden können, ob und in wieweit Ihre Webinhalte bestens für eine mobil-freundliche Welt gerüstet sind.

Vorteile der Google AMP Optimierung

Google AMP — Accelerated Mobile Pages — ermöglicht es Ihnen Ihren Webcontent so zu optimieren, damit er auf mobilen Endgeräten viel schneller geladen wird. Damit einhergehend wird so dieser Content bei der mobilen Suche auf Google besonders hervorgehoben:
amp_searchWenn man bedenkt, dass das mobile Internet Surfen (51% der digitalen Nutzung von Medien) das Surfen auf Desktop PCs (42% der digitalen Nutzung von Medien) überholt hat, ist es sehr gut im Ranking bei der mobilen Suchergebnisse nicht nur weit oben zu stehen, sondern auch besonders hervorgehoben zu werden.
Tipp: Wenn Sie Google AdWords o.Ä. machen, dann können Sie über Remarketinglisten User, die Ihre AMP-Seiten lasen, für die Desktop-Version zurückgewinnen!
amp-ads-vergleich

Nachteile der Google AMP Optimierung

AMP-Seiten werden nicht von Ihnen gehosted, sondern von Google. Somit ist es für Auswertungen, z.B. wie lange jemand einen Artikel las (Verweildauer) unabdingbar AMP-Artikel mit einer weiteren Google Analytics ID auszustatten (mehr dazu ganz am Ende des Beitrages!).

Bestimmte Content Typen sind für Google AMP-optimierte Seiten nicht vorgesehen, z.B.:

  • Bilder oder Präsentationen, die zur Lesbarkeit vergrößert werden müssen – Google AMP erlaubt nicht das Zoomen von Content.
  • Videos in Artikeln – Google AMP ist primär für Text-basierten Content konzipiert. (Tipp: Laden Sie Ihre Videos auf YouTube hoch, damit diese besser ranken. Dann auch in AMP-Seiten einbettbar!)
  • Pop-ups, Sidebars, Pop-Unders, Slide-Outs, Toolbars, etc. – Features, die z.B. User animieren sollen sich per Pop-Up für den Newsletter einzutragen o.Ä. funktionieren nicht.
  • Falls Sie Werbeplätze auf Ihrer Website verkaufen – Visits per Google AMP zählen nicht in Ihre Impressionen.

Wenn einer der oben genannten Punkte besonders wichtig für Sie ist, dann mag das Optimieren für Google AMP nicht die beste Option für Sie darstellen. In jedem Fall sollten Sie dann aber besonders darauf achten, dass Ihr Website Content so mobil-freundlich wie möglich gestaltet ist.

AMP ganz en detail – lesenswert

Volle Mobil-Optimierung ergänzend oder statt AMP

Auf jeden Fall sollte Ihr Content auf mobilen Endgeräten gut dargestellt werden. Wenn Sie stark von visuellem Content abhängig sind, wie z.B. Infografiken, Plattform-spezifische mobile Optimierung mag dann ggf. nutzlos sein, wenn Bilder & Grafiken nicht vergrößert werden können, um sie korrekt zu sehen. Gerade bei vielen Videos empfiehlt es sich diese auf eine mobil-optimierte Plattform wie YouTube oder Facebook hochzuladen.

3 Testverfahren für Mobilfähigkeit, die Sie nutzen sollten

Unabhängig davon, ob Sie Seiten für Google AMP optimieren (lassen), benötigen Sie eine mobil-freundliche Website. Dies bedeutet, dass Sie i) ein responsives Template oder Theme oder ii) eine mobile Weiche für Ihren Content brauchen und iii) dieser Content so schnell wie möglich über Smartphones abrufbar sein muss.

Google-Mobile-Friendly-Test

Google bietet einen kostenlosen „mobile-friendly Test“, der Ihnen alle Stellen verrät, an denen es bei der Technik für Ihren Content hapern könnte und was Sie dagegen tun können. Es erlaubt Ihnen Ihren Content so zu sehen, wie es andere mobile User auf ihren Smartphones erleben.
mobile-fiendly

Google-Search-Console

Sie können Ihre Website auch kostenlos in der Google Search Console (früher Google Webmaster Tools) prüfen, um Tipps für die mobile Benutzererfahrung zu erhalten.
mobile-fiendly-gsc

Usability-Issue

Sollte es ein „Usability Issue“ geben, dann sehen Sie auf welcher Seite dieser Fehler auftritt. Wenn Sie auf diese Seite klicken erhalten Sie Details zum Fehler und potenziellen Lösungsansätzen.
mobile-fiendly-gsc-fehler

Web-Speed-Test

Last but not least können Sie einen kostenlosen Web-Geschwindigkeitstest für eine Contentseite fahren, um zu sehen wie schnell diese auf einem spezifischen, mobilen Endgerät lädt. Dieser Test zeigt, wie schnell eine Seite lädt und welche Elemente auf dieser Seite am längsten brauchen, um geladen zu werden. Damit können Sie bestimmen ob es notwendig wird Ihren Content für schnelleres Laden zu optimieren.
speedtest
Seit einigen Tagen bietet ein weiterer Google Service einen (mobilen) Gesamttest Ihrer Website an.
Mit diesen drei oder vier Tools sollten Sie in der Lage sein eine Website auf Mobilfreundlichkeit hin zu prüfen und auch zu entscheiden ob Google AMP für Sie relevant sein könnte. Mobile User mögen Ihnen ggf. vergeben, wenn Ihre Website nicht mit AMP-Blitzgeschwindigkeit daherkommt, aber Sie werden keine negative, mobile Benutzererfahrung entschuldigen, vor allem, wenn der Content nicht stimmig ist, d.h. einen Mehrwert bietet.
Was Sie genau wissen sollten: Ja, der Content wird von Google Server geliefert, aber richtig konfiguriert wird Ihnen kein Traffic gestohlen!

So werden AMP-Seiten in der Google Search Console dargestellt

amp_gsc

So fügen Sie den Google Analytics Code für AMP bei WordPress Websites hinzu

Die im Video genannte URL finden Sie hier. Und einen AMP Validator (Extension für Chrome Browser hier)
Happy AMPlifying the web!

ImpressumWarum steht das hier?

Harald

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Harald ist ein Seriengründer in den Bereichen Software, Web, Mobile und Medien. Haralds Lieblingsaktivitäten drehen sich um 'disruptive Geschäftsmodelle'. In der Vergangenheit eher im Bereich "streaming media" und "Web-TV" derzeit mehr rund um "Data Driven Marketing". Seine Aktivitäten laufen seit November 2013 unter Oplayo.com. Harald ist Mit-Gesellschafter der Oplayo GmbH, Geschäftsführer der Gesellschaft und Referent der "PR im Web" - Präsenzseminare.

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