Linkbuilding bei Giganten und worauf Sie achten müssen!

Diese Frage beschäftigt Webmaster, Hobby-Homepagebetreiber und Blogbetreiber gleichermaßen. Die Krux besteht darin, dass es für kleinere Websites keine allgemeingültige Antwort gibt und, scheint es, als wurde das Patentrezept des perfekten Links gefunden, die Suchmaschinen wieder ein Update fahren, das alle Weisheiten in ein neues Licht setzt – und für Unsicherheit sorgt. Aktuell gibt es wohl mehr Unklarheiten über Links denn je. Was ist nun ein guter Link? Welcher Link hilft wirklich weiter? Welcher Link schadet? Googles Haltung zu diesem Thema ist – logischerweise – offen für jede Menge Interpretation.

Letztes Statement von Google:

„Ein Link ist nur dann gut, wenn er auch geklickt wird …“ Das Statement lässt wiederum jede Menge Interpretationen offen und sagt nicht aus, wie das gewünschte Ziel überhaupt zu erreichen ist.

  • Fakt ist: Selbst die führenden SEO-Köpfe wissen nicht genau, wie man wirklich zukunftssichere Links aufbaut. Und genau dies ist das Hauptziel: Zukunftssicherheit.

Wir kennen die Verunsicherung der Unternehmen seit Einführung des Disawov-Tools und der letzten Pinguin-Updates. Wir zeigen Ihnen hier, nach welchen Methoden wir einen Link bewerten!

Einmal wundern & zurück?

Ehe wir uns aber den „Normalsterblichen“ – also unseren Kunden im Mittelstand und deren Möglichkeiten zuwenden, möchten wir es nicht versäumen Ihnen zu zeigen, dass die Google Welt der ganz Großen durchaus anders aussehen kann und zumindest in USA gemäß Viperchill von nur 16 Firmen dominiert wird. Lesen Sie diesen Artikel (in Englisch)! Der Artikel zeigt Ihnen schlaglichtartig auf warum Linkbuilding auch 2016 ein Muss ist!

16-companies
Quelle: Viperchill

Das Link-Profil

Ein Blick auf das Linkprofil einer Website gibt sehr gute Informationen auf die Qualität der Seite. Nur Links von qualitativ hochwertigen Seiten (ohne toxische Links, aber mit einem homogenen Linkprofil) sind hilfreiche Links. Bereits kostenlose Tools, wie der Open Site Explorer liefern Ihnen Werte, mit denen Sie arbeiten können. Weitere Indikatoren sind die Domain-Autorität (Wert zwischen 0 und 100 – ab 45 darf die Seite mit einem guten Trust-Wert in Verbindung gebracht werden) sowie der Sichtbarkeitsindex (Sistrix).

Doch selbst die beste Seite mit grandiosen Trust-Werten hilft selten(!) weiter, wenn die Seite thematisch überhaupt nicht zur Verlinkung passt. Doch alles der Reihe nach, auf dieses Thema gehen wir später noch einmal gezielt ein. Zuerst geht es um die bereits angesprochenen Indikatoren, die für ein Backlinkprofil sprechen:

  • Ist das Linkwachstum homogen? Zeigt die Entwicklungskurve langsam aber stetig nach oben?
  • Gute Seiten haben meist ein sehr natürliches Link-Profil. Viele Links von unterschiedlichen Seiten mit unterschiedlichen Linkzielen.
  • Anchor-Text + 50 % branded.
  • Links aus relevanten Ländern. Das heißt: Eine deutsche Homepage sollte möglichst deutsche Links haben.
  • Links von Seiten mit hoher Autorität und Domainpopularität.
  • Natürliches Verhältnis aus follow- und nofollow-Links (ca. 80/20% wäre natürlich).

Soziale Präsenz

Die Backlinks alleine bringen wiederum nichts, wenn die gewählte Seite in der Masse untergeht. Das Stichwort heißt mal wieder: soziale Präsenz, also der Auftritt in einem sozialen Netzwerk. Analysen zeigen, dass sehr gute Seiten ein ebenso gutes Profil auf Facebook besitzen. „Gut“ bedeutet in diesem Bereich, dass die Facebook- oder Google-Plus-Seite gepflegt, aktualisiert und „beworben“ wird. Leider trieben sich auf diesen Seiten schwarze Schafe rum, die Fans, Follower und Likes einkauften (In Massen gemacht fällt das mittlerweile selbst Facebook auf). Einige recht einfache Merkmale zur Bewertung der Echtheit einer Page auf den sozialen Netzwerken sind:

  • Wie oft postet die Seite?
  • Wie interagieren die Fans mit der Fanpage?
  • Wie hoch ist die Anzahl der Fans/Follower
  • Gibt es Influencer? (mehr zu Influencer Marketing – PDF – 1 MB)
  • Besteht ggf. eine Verknüpfung von Website und Autorenprofil?
  • Produzieren die Channels userrelvanten Content?

Allerdings kann die regelmäßige Interaktion mit Nutzern und Fans der Seite ins Negative umschlagen. Ständige Werbung und Reizüberflutung der Follower führt unweigerlich zum Überdruss, sodass die Inhalte von Usern überhaupt nicht mehr beachtet werden. So sollte eine Seite beispielsweise:

  • einmal täglich – höchstens 30 Beiträge im Monat in sozialen Netzwerken
  • höchstens zwei Tweets auf Twitter pro Tag

veröffentlichen. Alles, was darüber hinausgeht, führt zum Überdruss und ist ebenso schädlich, wie gekaufte Fans und Likes.

Inhalt – auf den es ankommt

Wir würden uns niemals alleine auf das Backlinkprofil einer Seite alleine verlassen. Sehr wichtig sind für uns „weiche Faktoren“, also der Content und das Aussehen eines Portals. Ist es liebevoll gepflegt oder sieht es „automatisiert“ aus. Tut sich regelmäßig etwas auf einer Seite, oder wird die Website nur 1x pro Monat aktualisiert? Viele SEOs machen den Fehler und verlieren den Blick auf die Website, denken zu toollastig.

  • Ist der Content qualitativ hochwertig?
  • Wir die Seite regelmäßig gepflegt?
  • Gibt es Diskussionen (sofern eine Kommentarfunktion vorhanden ist)?
  • Werden die Inhalte geteilt?
  • Hat die Seite sehr viele Gastbeiträge oder Anzeigen (oft ein No-Go)?

Sie können sogar auf diese Faktoren aktiv Einfluss nehmen. Erstellen Sie nicht einfach irgendeinen Text, sondern sorgen Sie dafür, dass Ihr Link in einem hochwertigen, leserfreundlichen und relevantem Text untergebracht wird. Vertrauen Sie also nicht einfach darauf, dass der Seitenbetreiber Ihren Backlink in einen Text einpflegt, sondern übernehmen Sie diese Aufgabe. Nur, wenn Ihr Link in einem guten, für den Leser interessanten und den Leser aufweckenden Text eingepflegt wird, denkt der Leser überhaupt daran, den Link zu nutzen.

  • Spitz formuliert: Klicken Sie noch einen Link am Ende des Textes an, wenn Sie schon nach den ersten drei Sätzen einschlafen?

Stimmen die Seiteninhalte mit meiner Seite überein?

Einer der wichtigsten Faktoren ist die Relevanz einer Seite zu meinem Wunschlink. Es ist extrem wichtig, dass Sie nur Links aus Texten bekommen, die exakt zur Zielseite passen. Es macht – so schön die Seite auch sein mag – keinen Sinn, Links aus Gesundheitsportalen zu organisieren, wenn Sie ein Reiseportal betreiben. Klar, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber achten Sie genau auf den Content. Machen Sie sich Gedanken über den Content, den Link und das Portal.

  • Ein weiterer Faktor: Rankt die Seite bereits zu Ihrem Wunschkeyword. Sofern Sie beispielsweise das Keyword „Ruhestand“ stärken möchten, sollte die verlinkende Seite im Idealfall schon dafür ranken.

Wo sollte man den Link setzen?

Sie haben einen guten Text, der Leser anspricht. Sie haben eine Seite gefunden, auf der Sie den Text mitsamt des Links einstellen. Jetzt stellt sich die Frage, wo im Text der Link platziert wird. Google mag die sogenannten „Above the fold“-Links. Falls Sie des Englischen nicht mächtig sind oder nicht wissen, wie Sie das Prinzip umsetzen können, bedeutet dies:

  • Befindet sich der Link im oberen Bereich des Textes, ist er an der richtigen Position.

Die englische Bezeichnung bezieht sich auf das Zeitungsjargon und beschreibt die Titelseite einer in der Mitte gefalteten Zeitung – das, was oberhalb der Faltkante sichtbar ist, springt ins Auge. (Ist nur für die, die noch Zeitungen kennen.)

Der Linkaufbau – Schritt für Schritt zusammengefasst

Sie haben jetzt bereits einen gewissen Einblick in die Praktiken und Wünsche, die Suchmaschinen wie Google anwenden, beziehungsweise wünschen. Nun geht es darum, das Wissen anzuwenden. Daher haben wir Ihnen einen Leitfaden zusammengestellt, an dem Sie sich orientieren können.

  • In der Ruhe liegt die Kraft: Beginnen Sie mit einem langsamen Linkaufbau und fügen Sie nach und nach neue Backlinks hinzu. Diese Vorgehensweise wirkt harmonischer und lässt die Suchmaschinen nicht direkt negativ aufhorchen. Variieren Sie dabei die Linkquellen, sodass ein harmonisches Profil entsteht.
  • Gesetzte Links nicht vergessen: Arbeiten Sie nachhaltig und dauerhaft. Überprüfen Sie bereits vorhandene Links auf Ihre Gültigkeit und schauen Sie bereits im Vorfeld auf die Domain und deren Popularität.
  • Keywords variieren: Hier gilt der Grundsatz, dass Sie nicht immer dasselbe Wort in Ihren Texten verlinken. Variieren Sie die Keywords immer wieder und versuchen Sie, einen Großteil der Links auf die Marke oder aber auf neutrale Sätze zu legen.
  • Überprüfen Sie die Konkurrenz: Welche Angebote werden noch über Ihre gewählten Backlinkpartner angepriesen? Bringen Sie sich nicht in eine schlechte Gesellschaft, sondern nutzen Sie überwiegend Seiten, in denen nur qualitative und hochwertige Verlinkungen präsentiert werden.
  • Visuelle Links: Versuchen Sie, einen Teil Ihrer Links über Grafiken zu setzen. Bilder wirken natürlich und führen gerne zu Klicks. Achten Sie allerdings darauf, dass das alt-Attribut immer variiert.
  • Seien Sie aktiv: Gerade in der heutigen Zeit ist ein guter Ruf Gold wert. Geben Sie dem Sportverein, dem Tierheim oder einer anderen Organisation eine Spende. Vielfach ist es möglich, dass Sie auf der Internetseite als spendabler Gönner genannt – und verlinkt werden.

Zum guten Schluss

Nicht zuletzt können Sie mit Ihrer eigenen Seite für neue Links sorgen. Sie sind Experte auf Ihrem Gebiet, nutzen Sie Ihr Wissen. Stellen Sie einen wöchentlichen oder monatlichen Beitrag zusammen, den Sie auf Ihrer Seite präsentieren. Berichten Sie von Neuigkeiten oder speziellen Themen in Ihrer Branche und informieren Sie Kunden wie auch andere Seitenbesucher. Wirklich gute und interessante Beiträge werden automatisch verlinkt – einfacher gelangen Sie nicht an neue Backlinks. Etwas Promotion für Ihren neuesten Beitrag z.B. über Facebook sollte natürlich nicht fehlen.  Können Sie Erfahrungen, Studien oder Beispiele mit Diagrammen und Grafiken unterlegen, verhelfen auch diese Ihnen zu neuen Links.

Sie sehen also, der Linkaufbau ist eine sehr aufwendige und langfristige Angelegenheit. Außerdem KOSTET Linkaufbau. Billigangebote schaden. Wenden Sie sich deshalb an eine Profi-Agentur. Diese übernimmt nicht nur Ihren Linkaufbau, sondern optimiert Ihre Seite ebenso Onpage, wodurch Sie automatisch zu einem besseren Ranking und einer größeren Besucherzahl kommen.

Linktipp für Fortgeschrittene: Linkbuilding: 5 Tipps für Fortgeschrittene (Onlinemarketing.de)
Natürliche Links genau erklärt von Jochen Mai
(Karrierebibel.de)

Bei der Auswahl eines SEO & Web Dienstleisters oder einer Online-Marketing Agentur oder Online-PR-Services, achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

PartnerBadge-Horizontal
SEO 2015

 

 

 

Ach ja, eine Investition in Alphabet / Google hätte sich bislang toll gerechnet

55-Google-Facts

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7 Responses

  1. Hey Benni,

    die Xoogler sagen so viel wie: „Nutzt keine SEOs um Links aufzubauen…“ – das heißt natürlich nicht, dass diese dafür nicht geeignet sind, sondern ist viel mehr ein weiterer Hinweis darauf, wie es zukunftssicher und praktikabel klappen kann 😉

  2. Manfred sagt:

    Hi Benni,

    toller Grundlagenartikel übers Linkbuilding!

    Linkbuilding ist aus meiner Sicht die absolute Königsdisziplin des SEO, weil gutes Linkbuilding alle Faktoren beachtet, die Du zum großen Teil auch genannt hast: Seitenlayout und -Struktur, inhaltliche Relevanz, Sichtbarkeit, technische Umsetzung der Seite etc. Dazu kommt noch der genannte Social-Aspekt und und und. Wer richtig gut ist, hat bei der Suche der richtigen Linkquelle all diese Dinge im Blick.

    Hoffentlich behalten Backlins auch weiterhin ihren hohen Stellenwert im SEO-Mix (man weiß ja nie, wie und wohin Google die Gewichtung in Zukunft verchiebt), denn Linkbuilding macht definitiv am meisten Spaß 😉

    Herzliche Grüße!
    Manfred

  1. 28. September 2013

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