Vom PageRank zum AuthorRank (Authorship Teil 1)

Das Konzept des Google Algorithmus ist bekannt. Der ursprüngliche Algorithmus wurde seit 1996 erfunden und am 9. Januar 1998 als Patent eingereicht. Dieser (PageRank-) Algorithmus ist ein Verfahren, um eine Menge verlinkter Webdokumente, anhand ihrer Struktur zu bewerten bzw. zu gewichten. Zur Ermittlung des PageRanks wird jedem Element ein Gewicht auf Basis seiner Verlinkungsstruktur zugeordnet.

Wie wird der PageRank ermittelt?

Hier ein Video in dem das Updateverfahren des PageRanks erläutert wird:

Was davon heute noch übrig ist? Relativ wenig und doch im Kern noch viel. Die Tatsache, dass der PageRank den Content selbst ursprünglich gar nicht bewertete wurde bereits eliminiert. Seit einigen Jahren schon ver- und untersucht Google sehr genau die Contentgüte. Neben dem schwierigen Unterfangen die Inhalte semantisch korrekt in vielen Sprachen auszuwerten werden hierzu insbesondere die Konversionsrate, die Bouncerate und die Clickthrough Rate herangezogen. Die Gewichtung der Links nahm dabei im Zeitverlauf schon ab.

Der AgentRank als Patent

Am 8. August 2005 hat Google ein Patent mit dem Namen „Agent Rank“ angemeldet, dass ihnen am 21. Juli 2009 ausgestellt, am 11. Mai 2011 registriert und am 23. Oktober 2012 veröffentlicht wurde. Wer sich diese abstrakten Ausführungen (ggf. mehrmals) durchliest, erkennt, dass es sich bei diesem „agent“ im Kern um den seit Mitte 2011 auswertbaren „Autor“ (Author) bzw. „AuthorRank“ handelt.

Warum Autoren wichtig werden

Lange Zeit hatte Google keinen echten Zugang zu sogenannten, sozialen Signalen. Facebook und eventuell daraus zu extrahierende Werte blieben Google verschlossen. Aber am 29. Juni 2011 hat Google die Basis für seine eigenen, sozialen Signale freigeschaltet: Google+.

Zu einem reinem Algorithmus soll der menschliche Faktor hinzukommen. Durch das gewählte Verfahren hat Google insgesamt mehr Optionen und Parameter zur gewichteten Auswahl. Denn im Gegensatz zu Facebook und seinem Edgerank ist Google’s Google+ kein in sich geschlossenes System.

Google kann nun Autoren und deren Texte in mehrfacher Hinsicht „bewerten“. Beim AuthorRank geht es darum i) den Autor zu identifizieren, ii) seine Kenntnisse innerhalb (s)eines Themas herauszufinden und iii) die Beliebtheit seiner Artikel festzustellen.

Einige der Parameter dabei lauten:

  • wie viele Follower („Freunde“) hat der Autor?
  • wie oft werden seine Inhalte geteilt?
  • wie oft werden die Beiträge kommentiert, mit Links, Likes, Tweets, +1en, Kreisen etc. versehen und distribuiert?
  • wie vertrauenswürdig ist die Seite auf der der Autor publiziert?

Der große Unterschied zwischen PageRank und AuthorRank besteht darin, dass nun nicht mehr primär die Webseite beurteilt wird, sondern der Autor einzelner Seiten. Hat der Autor eine gute Reputation, dann strahlt diese auf die Artikel und somit auf die Webseite, die diese Artikel publiziert, aus.

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Autoren erhalten dadurch mittelfristig indirekt eine „Waffe“ hinsichtlich Ihrer Reputation und damit ihres Preises. Wer daraus den ausschließlichen Schluß ziehen möchte, dass ein guter Autor bald signifikant höhere Honorare berechnen kann, dem sei gesagt: auch auf die Webseite auf der sie oder er publiziert wird kommt es an!

Warum ein anerkannter Autor von Vorteil ist

Nehmen wir an Sie starten eine neue Webseite oder schreiben für eine neue, andere Seite. Insbesondere dann, wenn die Seite neu und unbekannt ist, ist es schwer neue Nutzer zu gewinnen. Kennt Google Sie jedoch bereits als guten Autor mit hoher Reputation, dann ist dies in Zukunft für neue Seiten etwas einfacher. Klar, der Autor muss bei seiner Qualität bleiben und weiterhin positive, soziale Signale auslösen.

Viele Details zum AuthorRank & Authorship in Teil 2

  • Wie mache ich mich denn nun zum „Autor“ bei Google?
  • Müssen meine Inhalte gemocht (+1) und/oder geteilt werden?
  • Gibt es einen Unterschied zwischen Teilen und mögen (+1)?
  • Brauche ich Follower auf Google+?
  • Wie bekommt man (mehr) Follower?
  • Ist es wichtig WER meine Follower sind?
  • Kann ich meinen AuthorRank aufwerten?
  • Ist es wichtig, dass Inhalte nur auf meiner / einer Seite stehen?
  • Sollten andere Artikel von mir auf anderen Seiten erscheinen?
  • Ist der AuthorRank schon vollumfänglich im Einsatz?

Zur letzten Frage nur soviel: NOCH NICHT. Wir glauben aber, dass dies in 2013 passieren wird. Deshalb beantwortet mein Kollege Marc-Michael Schoberer diese Fragen in einem der nächsten Blogbeiträge.

Guten Rutsch in das Content-Jahr 2013!

UPDATE: Teil 2 ist seit 8. Januar 2013 live!

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Harald

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Harald ist ein Seriengründer in den Bereichen Software, Web, Mobile und Medien. Haralds Lieblingsaktivitäten drehen sich um 'disruptive Geschäftsmodelle'. In der Vergangenheit eher im Bereich "streaming media" und "Web-TV" derzeit mehr rund um "Data Driven Marketing". Seine Aktivitäten laufen seit November 2013 unter Oplayo.com. Harald ist Mit-Gesellschafter der Oplayo GmbH, Geschäftsführer der Gesellschaft und Referent der "PR im Web" - Präsenzseminare.

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6 Responses

  1. Tom sagt:

    Jetzt hab ich mal eine Frage. Ich lese immer. Ja SEO 2013 ist Author Rank. Aber was ist z.B. wenn ich nur 20 Follower habe. Ist das dann nicht negativ seo für mich?

    • Marc Michael sagt:

      Natürlich ist eine Fangemeinde von 20 Leuten nicht besonders stark. Negativ ist dies nicht. Aber bringt auch keine Vorteile. Stell dir einen Buchautor aus der Offline-Welt vor: Wenn 20 Leute sein Buch kaufen ist das nicht viel. Wenn diese 20 Leute das Buch als gut erachten und weiterempfehlen, ist das schön – für die große Welle aber zu wenig. Du solltest kontinuierlich an deiner Fangemeinde arbeiten.

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