Schreiben für das Web

Da ich in letzter Zeit viele Anfragen bekommen habe, auf was es beim Schreiben für das  Web ankommt, habe ich diesen Artikel verfasst. Er liefert Ihnen wichtige Punkte, die Sie beim Schreiben für das Web immer vor Augen haben sollten.

Wie Sie wissen, sind Aspekte wie Meta-Tags, WDF*IDF, H1-Headlines, H2-Sublines usw. extrem wichtig. Ohne diese SEO-Parameter ist es fast unmöglich, dass ihr Text (geplant) gefunden wird. Da ich im Bereich SEO tätig bin, liegen mir diese Bereich extrem am Herzen. Für diesen Blogbeitrag, möchte ich sie jedoch weitgehend ausklammern und mich auf das echte Schreiben für das Web konzentrieren.

Ich habe bereits berichtet, wie die Architektur eines Online-Textes aussehen sollte. Lesen Sie sich diesen Beitrag nochmals durch und verknüpfen Sie den Input.

Das Schreiben im Web ist eine interessante und auch lukrative Herausforderung.
Ich schreibe bewusst „lukrative Herausforderung“, da Agenturen und Unternehmen wieder lernen müssen, dass Minimalbudgets für Online-Texte passé sind. In den nächsten Monaten werden alle, die auf Billigcontent gesetzt haben, ihr blaues Wunder erleben. Es ist also höchste Zeit, auf Premium-Content umzuswitchen und endlich wertige, nachhaltige Inhalte aufzubauen. Ganz nebenbei hat guter Content den Vorteil, dass die Welt da draussen von ganz alleine auf diese Texte verlinken MÖCHTE. Ganz ohne Linktausch und „Bettelei“.

Das Thema – Kern jedes Textes

Ihre Artikel für das Internet leben von den Themen. Als Texter haben Sie stets Ihre Hand am Puls der Zeit und ständige Fühlung mit den Interessen einer jeweiligen Lesergruppe. Hier lohnt sich das aufmerksame Recherchieren in bestimmten Foren, Fachseiten und Blogs. Mit Twitter Trends und auf Google+ lassen sich die Top-Themen der letzten Stunden schnell verfolgen. Doch als Schreibender haben Sie Ihre Sensoren immer weit geöffnet. Sollten Sie zumindest. Ein Gespür für Trend und den richtigen Zeitpunkt ist Gold wert. Wer wach durch die Welt geht, der lässt sich von Vielem anregen, das einem begegnet: Gesprächsfetzen, die man mitbekommt; Schlagzeilen, die man irgendwo liest; Tagträume und Assoziationen. Mit Clustering bringen Sie diese Fundstücke in Form: Sie notieren ein erstes Wort und kreisen es ein. Dieses löst weitere Verzweigungen und Ketten aus, die Sie dazu schreiben und malen. Schon entsteht ein Themenbaum, den Sie nur noch abernten und in eine gute Form bringen müssen. Solches Vorgehen eignet sich vor allem, wenn beim Texten für das Web für Ihre eigenen Projekte Kreativität gefragt ist. Für Auftragstexte, die ja meist schon thematische Vorgaben enthalten, bedarf es der sorgfältigen Recherche, zunächst etwa mit Google, dann aber auch ergänzend auf speziellen Fachseiten.

Tipp: Google liebt neue Sichtweisen in einem Text. Versuchen Sie deshalb neben bekannten Fakten, auch immer eine neue Betrachtungsweise mit aufzunehmen.
Liefern Sie dem Leser mehr, als den langweiligen Alltagsbrei.

Einige wenige Tipps, Tricks und Techniken können Ihnen das Leben bei diesem Handwerk sehr erleichtern. So schreiben auch Sie erfolgreich gute Inhalte und werden und bleiben ein gefragter Texter.

Schreiben für das Web: Textstruktur ist wie ein gedeckter Tisch

Geben Sie Ihren informativen Texten für das Web immer eine übersichtliche Struktur. Erinnern Sie sich an Ihren letzten Besuch in einem guten Restaurant: Alles hatte seinen Platz auf Ihrem Tisch, übersichtlich, funktional und appetitanregend. So ist es beim Schreiben für das Web auch.

Um was es bei einem Text geht, das sollte ebenso schnell erkennbar werden wie mit einem Blick über den Tisch im Restaurant. Gerade im Internet gehen die Augen der Leser sehr schnell über die Seiten, verweilen oft nur kurz bei den Headlines und ziehen dann weiter zu den vielen anderen Angeboten. Sie bekommen und halten den Leser nur dann, wenn Sie ihm das Wesentliche sofort und klar darreichen. Prosaische Sprache gehört in Romane, Erzählungen oder Lyrik und hat dort ihren Reiz und ihre Berechtigung. Fassen Sie sich also stets kurz. Geben Sie dem Leser Fakten. Stellen Sie unterschiedliche Ansichten dar. Machen Sie Neugierig. Liefern Sie einen kurze Overview über den Text. Bedienen Sie sich dabei kurzer und schneller Perspektivwechsel wie in einem spannenden Film.

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Wenn Sie Quellen benutzen, so nennen Sie diese auch, aber nur, wenn sie seriös sind und Wahrheiten wiedergeben. Hier bietet sich für das Internet die Technik der Verlinkung an. So entsteht, ähnlich wie beim Clustern, für den Leser durch Anklicken ein Baum des Wissens. Ihr Text wird nachvollziehbar und kann auf Wunsch auch recherchiert werden. Glaubwürdigkeit und Transparenz dem Leser gegenüber wird aufgebaut, eventuell auch konstruktiver Widerspruch – noch besser. Wenn Ihr Text so auch zum herausfordernden Dialog anregt, umso besser.

Steigen Sie mit einer kurzen Overview in das Thema ein. Was erwartet den Leser? Welche Informationen und Erkenntnisse werden ihm vermittelt? Erst dann beginnen Sie mit dem eigentlichen Online-Text. Das Fazit, bzw. die eigene Meinung steht am Ende des Textes.

Bringen Sie Ihren Text durch mehrere Sublines in eine angenehme Struktur. Hier bitte auch an die Keywords denken (konnte ich mir nicht verkneifen 😉 ).

Keywords sind Köder

Bekanntlich sind beim Schreiben für das Web die Keywords an den richtigen Stellen (noch) wichtig. Sie locken den Leser auf die entsprechende Seite, da die Suchmaschinen auf diese Keywords reagieren. Es ist sehr wichtig, sich über die jeweiligen Keywords Gedanken zu machen.

In der Praxis gehen viele Texter den Weg zuerst das Keyword festzulegen und dann zu texten. Leider kommt dann gerade bei unerfahrenen SEO-Textern oft eine Wortwüste heraus, die kein Mensch mehr lesen will.

Ich gehe daher einen anderen Weg: Ich schreibe zuerst zu einem THEMA. Konzentriere mich ganz und gar auf den Inhalt und Mehrwert des Textes. Mögliche Keywords habe ich erst einmal nur im Hinterkopf. Im Fokus steht nur das Thema. Erst wenn der Text komplett steht, baue ich mein(e) Keyword(s) passend in den Text ein.

Mir ist klar, dass dieser Schritt umständlich erscheinen mag. Die Textqualität wird aber auf jeden Fall von diesem Vorgehen profitieren. Qualitativ hochwertiger Content (ich wiederhole mich hier gerne) ist essenziell. Ein kleiner Umweg sollte Ihnen der Erfolg Ihrer Seite wert sein.

Natürlich sollte man auch LSI-Keywords in den Text fliessen lassen – aber ich weiß, ich wollte ja das Thema SEO hier nicht genauer beleuchten.

Es ist die besondere Kunst des Texters, mit dem gewählten Keyword einen flüssigen und gut lesbaren Text zu kreieren. Hier kann es sehr hilfreich sein, wenn sogenannte Stoppwörter erlaubt werden. Diese lassen es zu, die Anordnung kreativ und stilistisch ansprechend in einen Text einzuarbeiten.

Überschriften und Bilder – Leuchttürme im Wörtermeer

Eine gute Headline ist immer kurz, frisch und knackig. Durch sie machen Sie die Leser, der die Seite mit Ihrem Text gefunden hat, auf Ihren Text aufmerksam. Wer die Headline nun nicht annimmt, der surft unwiderruflich weiter. Auch deshalb sind die Zwischenüberschriften beim Schreiben für das Web so wichtig. Der Leser, den Sie zu Anfang einmal gewonnen haben, der will nun auch weiter unterhalten und gehalten werden.

Beim Schreiben im Web können Sie Ihre guten Headlines noch flankierend unterstützen durch Bilder, eventuell auch durch Videos, wenn diese passend sind. Im besten Fall senkt das auch die Bounce Rate 😉

Sie halten so die Leser und geben diesen dabei eine klare Orientierung. Das ist es, was Menschen am meisten suchen, wenn sie im Web Texte lesen.

Daher müssen Sie für Ihren Text und Ihre Aussage auch eine klare und unmissverständliche Position herausarbeiten. Das hat gar nichts mit Starrköpfigkeit und Arroganz zu tun. Aber haben Sie unbedingt den Mut, in einem Text prägnanter zu sein als in einem freundlichen Gesprächsaustausch. Nur dadurch fallen Sie auf, nur dadurch reibt man sich an Ihnen und fängt an, sich Ihren Stil und Namen zu merken.

Schreibstil – Ihre persönliche Handschrift

Wie nun deutlich wurde, ist das Schreiben für das Web eine eigene Kunst mit eigenen Regeln. Manchmal wird nach dem erfolgreichen Schreibstil gefragt: Kommt es besonders gut beim Leser an, wenn man provokant schreibt? Oder ist es besser, mit Humor und Witz zu arbeiten?

Diese Frage sollte gar nicht beantwortet werden, denn auch sie gehört eher zur anderen Gattungen des Schreibens und interessiert eher den Zeitungsjournalisten oder den Romancier. Beim Schreiben für das Web geht es zumeist um Vermitteln von Informationen. Diese sollten gut recherchiert sein, ansprechend aufbereitet und dann gekonnt präsentiert werden. Checklisten, Infografiken oder Charts, Sublines und die konkrete Hilfe für ein Anliegen sind hier die wichtigsten Elemente. Natürlich darf und kann sich auch daraus ein eigener und erkennbarer Schreibstil entwickeln. Aber zunächst gilt es, überhaupt Leser zu gewinnen. Schreibstil als Textziel sollte erst dann ein Thema sein, wenn man einen festen Leserstamm hat. Experimentieren mit provokativen Elementen oder hintergründigem Humor sind dann sicherlich stilbildend. Einzig auf Ironie muss meist beim klassischen Schreiben für das Web verzichtet werden. Denn die Erfahrungen zeigen: Sie funktioniert im Netz meistens gar nicht. Außer auf Blogs 😉

Die acht wichtigsten Merksätze für gutes Schreiben für das Web auf einen Blick:

  • Greifen Sie interessante Themen auf, geben Sie neue Themen vor.
  • Schaffen Sie durch eine klare Gliederung Übersicht und Struktur.
  • Legen Sie Keywords fest und arbeiten Sie diese gut in den Texgt ein. Egal, ob Sie es auf die gängige Methode machen („Keyword vor dem Text“), oder es mit meiner Methode versuchen.
  • Schreiben Sie eine knackige Headline, die Lust auf mehr Text machen.
  • Schaffen Sie eine optisch übersichtliche Textgliederung.
  • Liefern Sie Checklisten, Charts, Zusammenfassungen und „Insider-Tipps“ für Ihre Leser.
  • Erst wenn Sie dieses Handwerk perfekt beherrschen und einen Leserstamm haben, arbeiten Sie an Ihrem persönlichen Schreibstil.
  • Achten Sie auf Metas, Keywords, LSI-Keywords, interne Verlinkung und Co.

Bei der Auswahl eines SEO & Web Dienstleisters oder einer Online-Marketing Agentur oder Online-PR-Services, achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

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8 Responses

  1. Ein wunderbarer Leitfaden für Einsteiger und Fortgeschrittene. Der Artikel selbst ist ein gutes Beispiel für die Umsetzung der Botschaft(en) die er beinhaltet. Knackpunkt, aus meiner Sicht, ist nach wie vor die Implementierung der Keywords in der „erforderlichen“ Keyworddichte. Da streiten sich ja mittlerweile die „Gelehrten“, wie hoch diese denn nun mindestens sein sollte.
    Hat da jemand vielleicht eine zuverlässige Empfehlung (in Prozent)?

    • schoberer sagt:

      Hallo Herr Wenderoth,

      vielen Dank.
      Generell gibt es diese Aussage, wie noch vor einigen Jahren nicht mehr. Früher sagte man: Keyworddichte 2-3% und alles ist gut.
      Heute ist es wichtiger, dass das Keyword sinnvoll in den Metas (Title, Description) sowie in der H1-Überschrift (weit vorne) und 1-2x in einer Unter-Überschrift (H2) vorkommt. Natürlich muss das Keyword dann auch mehrfach in den Text; aber hier nur in einem Maße, dass den Lesefluss nicht stört. Merkt man beim Durchlesen, dass der Text „spamming“ wirkt, bitte das Key reduzieren.

      Sehr wichtig sind auch die LSI-Keywords (siehe: http://primweb.de/keywords-und-lsi-keywords/ ), die einem Text ein Gesicht geben. Diese Worte geben Google einen Indikator, um welches Thema es geht, was wichtig ist usw.

      Besser sind hier Tools wie onpage.org, mit denen man den WDF*IDF-Wert nachvollziehen kann. Also genau verfolgen kann, für welches Keyword ein Text „Impulse“ sendet und welche wichtigen LSIs man hinzufügen muss.

  2. Daniel sagt:

    Ein MEGA Artikel zum Artikel schreiben. Toll und herzlichen Dank dafür. Es ist und bleibt eine Kunst gute Artikel rauszuhauen und damit dann auch noch gut zu ranken.

  1. 17. Mai 2013

    […] durststillenden Oase werden. Vielen kleineren Seiten fehlt auch einfach das SEO Know How, sich um guten Content und Content-Marketing zu kümmern. Da kann ein ergänzender Link bereits extremen Mehrwert […]

  2. 8. Juli 2013

    […] im Bereich User Experience haben und dem Nutzer permanent mehr bieten können. Er muss sich mit gutem Content auskennen und wissen wie der Käufer tickt. Der SEO der Zukunft muss nicht alle Disziplinen perfekt […]

  3. 18. November 2014

    […] Ansatz fokussiert sich auf Website-Content, man kann ihn aber auch problemlos für eBooks, Whitepapers und Co […]

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