SEO 2014

User Experience und Trends für Websites und Shops 2014

Neigt sich das Jahr dem Ende entgegen, heißt es für die einen zurückzublicken. Für die anderen gilt jedoch, nach vorne zu blicken, die vergangenen Fehler hinter sich zu lassen und 2014 auch im SEO-Bereich in eine positive Zukunft zu starten. Im selben Atemzug stellt sich die Frage, wie überhaupt SEO im kommenden Jahr aussehen soll. Oder ist SEO doch tot? 🙂

Welche Trends zeichnen sich bereits ab und welche Weisheiten, die das Nonplusultra des vergangenen Jahres waren, sollten dringend in die Schublade der Relikte, respektive in die Ablage P einsortiert werden? Wie kann es Onlineshops und Webseiten gelingen, 2014 als Stern in der medialen Welt aufzugehen? Ob die jetzigen Schätzungen den Stein des Weisen beinhalten und den Erfolg garantieren, wird sich erst in Zukunft abzeichnen, doch es ist einen Versuch wert, den Trends einmal genauere Beachtung zu schenken.

SEO 2014: Was sich ändern könnte

Mit dieser Frage befassten sich in den letzten Wochen etliche Websites und viele SEOs und Online-Marketer spekulieren. So kam beispielsweise heraus, dass die Verschmelzung von Internet und TV eine maßgebliche Rolle einnehmen wird. Beispielsweise könnte das Smart TV mittels Cookies individuell an die jeweilige Kundengruppe angepasst werden.

Abseits der Medienverschmelzung bietet die persönliche Ansprache des jeweiligen Kunden wiederum eine gesteigerte Erfolgsgarantie. „Ich will Dich als Kunden“ statt „Ich will euch als Kunden“. Retargeting – auch via Google – bietet gute Ansätze und kann durch die einfache Handhabung durchaus „massentauglich“ werden, Auf der anderen Seite liegt das Hauptaugenmerk wohl wieder stärker auf der Webseite an sich. Hier gilt, dass tatsächlicher Inhalt zählt und dieser leicht erreichbar sein muss. Nicht nur über den gewöhnlichen Computer bzw. eine Webseite, die auch 2014 von mobilen Endgeräten nur schwer zu bedienen ist, wird keinen User anziehen.

Nachdem sich bislang der Hype um die QR-Codes nicht durchsetzen konnte, dürfte auch im folgenden Jahr schlichtweg die Konzentration auf der Webseite an sich liegen. Eine gute OnPage-Optimierung ist und bleibt das A und O der SEO-Strategie. Gemeinsam mit der Einbindung sozialer Netzwerke und der Kundenansprache über eben diese Netzwerke, könnte das Erfolgsgeheimnis des kommenden Jahres schlichtweg die eigene Webseite sein.

Linkbuilding? Wiederauferstanden, tot oder schlichtweg lebendig?

Das Thema Linkbuildung beschäftigt die SEO-Gemeinde auch weiterhin – und unterteilt sie. Die einen behaupten, das Linkbuilding ist längst tot und zu einer Nebensächlichkeit verkommen, die anderen erkennen weiterhin den Wert von Links.

Allerdings ist eines sicher: Links müssen sinnvoll sein. Gerade im Bereich des Linkverkaufs ist es für jeden möglich, hunderte Links anzuschaffen – mit einem Ergebnis, das sich kaum als Erfolg verzeichnen lässt. Denn, was bringt es, wenn das eigene Produkt zwischen Werbecontent für Thermounterwäsche, dem Surfbrett für den Strandurlaub und Haarwäsche zu finden ist? Eine einzige Linkplatzierung auf thematisch passenden und inhaltsvollen Webseiten bringt wesentlich mehr, als die Platzierung dutzender Links, die in der schieren Masse untergeht. Auch dürfte im kommenden Jahr das „echte“ Linkbuilding weiterhin an Wert gewinnen. Wer seine Links auf Seiten unterbringt, die weder den Linktausch noch den Linkverkauf anbieten, schafft die Grundlage für einen echten und interessanten Backlinkaufbau.

Wir hören doch immer wieder: Das Internet soll und wird das Offline-Leben in dir virtuelle Welt haben. Nichts ist mehr wert als eine Empfehlung. Natürlich nur ein relevanter Tipp, von einer echten „Autorität“ – und schon habt ihr eure beiden Stichwörter: Links und Author – mehr muss ich nicht sagen, oder? Außerdem bin ich mal gespannt, wann und ob Google nun auch die „Klickrate“ und das „Feeling zum Kontext (positiv oder negativ) mit einbezieht.

Design – neue Welten und schlichte Aussagen

Das Design einer Webseite oder eines Onlineshops ist 2014 so wichtig, wie nie zuvor, hatte ich bereits erwähnt. Schon in den letzten Monaten zeichnet sich ab, dass ein klares, minimalistisches und unaufdringliches Design wertvoller ist, als eines, in dem die eigentliche Kernaussage untergeht. Attraktiv kann auch ein schlichtes Design sein. Im Mittelpunkt sollten folgende Fragen stehen:

  • Was soll die Webseite aussagen?
  • Welche Möglichkeiten bestehen, um meine Botschaft zu transportieren?

Sicherlich, als Werbeplattform für einen Irrgarten eignen sich unnütz verwinkelte, verschachtelte und unübersichtliche Plattformen gewiss – wer allerdings sein Produkt direkt und ohne Absprungrate an den Mann bringen möchte, muss sein Hauptaugenmerk eben auf dieses Produkt legen.

Hier kommt auch die Usabilty wieder zur Sprache. Der Nutzer sollte die Navigation von jedem Punkt der Seite aus im Blick haben – ohne zuerst zu scrollen. Fixe Navigationsleisten sind Trumpf. Trusted Symbole schaffen vertrauen und reduzieren im Idealfall die Warenkorb-Abbrüche. Einen Pluspunkt erhalten die Webdesigner, die die Navigation gleich so aufbauen, dass sie von mobilen Geräten aus nutzbar ist. Scrolldown-Menüs, die keinerlei mobile Ansteuerung zulassen, fallen beim Nutzer schnell aus der Reihe. Aber das ist ja eh klar, oder?

Die Planung – gut geplant ist halb gewonnen?

Selbst wenn das nächste Google-Update oder die nächste Weisheit eines Experten den Heiligen Gral der Suchmaschinenoptimierung bereitstellen sollte – ohne Planung gelingt weder die Erstellung noch die Überarbeitung von Webseiten oder Onlineshops. Nur liegt in der Planung der größte Fehler vieler Webmaster, denn nur wenige erfolgsversprechende Projekte sind überhaupt vernünftig geplant.

Gerade dem SEO wird weiterhin ein zu geringer Wert zugemessen, sodass in den meisten Fällen noch nicht einmal das Restbudget in Richtung der Suchmaschinenoptimierung wandert. Hier müssen die Unternehmen dringend umdenken, denn ein richtig guter SEO arbeitet nicht als Insel, sondern bündelt die Disziplinen SEO, Social Media, Content, Technik und Usability.

Zudem herrscht leider immer noch die Auffassung, dass für SEO kein großartiges Wissen notwendig ist – wofür gibt es unzählige Bücher, die den Weg eindeutig erklären? Sicherlich ist es sinnvoll, sich so viel Wissen anzueignen, um Aussagen von Agenturen zumindest hinterfragen und entlarven zu können, doch das Wissen aus Büchern genügt nicht.

Immerhin gibt es genügend Ratgeber, die in zwölf Schritten den Weg zum Millionär oder zum Weltbestseller darlegen – aber, entlarvt der Titel nicht bereits die Aussage solcher Werke? Wenn es so einfach wäre, bräuchte niemand einen solchen Ratgeber. Aus diesem Grund sollte bereits in der ersten Planungsphase eines Internetprojekts SEO im Mittelpunkt stehen. Sobald die Frage geklärt ist, was das eigene Produkt und/oder die eigene Dienstleistung vom Rest der Konkurrenz abhebt, beginnt die SEO-Arbeit. Und genau in diesen Bereich darf auch das Budget fließen.

Ein gutes und von Anfang bis zum Ende durchdachtes Internetprojekt zahlt sich aus – vielleicht nicht am ersten Tag, aber dauerhaft. Allerdings nur, wenn die Hauptkonzentration nicht nur auf Google und Co. liegt, sondern den Nutzer in den Mittelpunkt stellt. Dabei sollte der Nutzer nicht aus einer undefinierten Masse bestehen, sondern schlichtweg gleich das Zielpublikum abbilden. Nur so ist es möglich, eine feste Kundengruppe zu erhalten, sich eine eigene Marke aufzubauen und ganz nebenbei neue Kunden zu gewinnen.

Das Fazit – der heilige Gral lässt 2014 auf sich warten

Das Erfolgsrezept für die mediale Werbung besteht auch im kommenden Jahr aus vielen kleinen Details, die miteinander statt gegeneinander arbeiten. Verzahnung ist vielleicht der Begriff, der wichtiger als je zuvor ist.

Den Linkaufbau geschickt zu nutzen. Einen Experten zurate zu ziehen, anstelle gleich dutzende Experten mit der Optimierung eines Projekts zu beauftragen. Und nicht zuletzt: Planen. Holt euch Profis! Es geht um euer Geschäft!!

Planung vom ersten bis zum letzten Schritt wird 2014 noch wichtiger als zuvor, sofern man begriffen hat, dabei den menschlichen Endverbraucher in den Mittelpunkt zu stellen und keine Suchmaschinen. Denn, es ist der Endverbraucher, der einen Mehrwert aus dem seitlichen Inhalt ziehen muss, der den „Kauf-Button“ betätigt, der die gewünschte Aktion erbringt. Und, der seine Erfahrungen weitergibt, wenn er sich angesprochen und in den Mittelpunkt gestellt fühlte.

Foto: © Pete Saloutos – Fotolia.com

Bei der Auswahl eines SEO & Web Dienstleisters oder einer Online-Marketing Agentur oder Online-PR-Services, achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

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1 Response

  1. Elke Greim sagt:

    Ich danke Marc Michael für seinen Beitrag „Was sich im SEO 2014 ändern wird“ und möchte gerne gleich zu Anfang seiner These, dass eine gute OnPage-Optimierung das A und O bleibe wiedersprechen. Natürlich bleibt die Entwicklung der Qualität der Inhalte ein entscheidender Rankingfaktor – Matt Cutts hat das ja oft genug wiederholt.
    Allerdings haben wir im Experiment, wir finanzieren ein kleines Forscherteam mit Forschungsschwerpunkt, einfach ausgedrückt „Sprachforschung/Sprachen lernen“ und „Wirkung/Beziehung von Sprache auf die Suchmaschinen“, Anzeichen gefunden, dass es Google für ein Ranking nocht lange nicht ausreicht, Qualität auf einer Seite zu finden bzw. diese erst gar nicht erkennt.

    Der natürlich erarbeitete Link (Christian Geng, SEO Leipzig)
    Der indirekte und natürliche Aufbau einer guten externen Linkstruktur nach Google-Richtlinien wird daher auch 2014 ein Schwerpunktthema sein. „Natürlicher Link“ ist in diesem Falle differenziert zu betrachten, als „natürlich erarbeitet“. Der natürlich erarbeitete Link unterscheidet sich aber dramatisch vom gekauften oder getauschten.

    Den Linkaufbau geschickt zu nutzen
    Hier würde ich 2014 das Thema aufgreifen wollen, den LinkABBAU mit Hilfe des Webmasters Tool Disavow geschickt nutzen, mit dem Ziel die Qualität der eingehenden Links zu steigern.

    Freie Meinung des Autors, so aber nicht gekennzeichnet
    Auch Wiedersprechen möchte ich, dass gerade beim SEO weiterhin ein zu geringer Wert zugemessen wird. Auf welche Zahlen oder Aussagen stützt sich diese These? Und was sind Restbudgets? Meint der Autor damit, die am Jahresende nicht verwendeten öffentlichen Gelder?

    Es grüßt herzlich

    Elke Greim – CEO aus Leidenschaft

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