Vom Keyword zum User Intent

Das Keyword ist tot

Mit dieser These eröffnete Marcus Tober, CTO von Searchmetrics, den gleichnamigen Summit in München. Ich erahne jetzt schon was uns von Seiten naiver Content-Ersteller und den Liebhabern „nur schöner Texte“ entgegenhallt: Haben wir es nicht schon immer gesagt. Der ganze „Keyword-Kram ist Mist„. Das Blöde daran: Es stimmt (so vereinfacht) nur leider nicht, da diese These einfach für sich stehen gelassen, schlicht zu simpel ist. Und neu ist sie auch nicht:
eric_schmidtQuelle: Adobe SEA-Breakfast & Karl Kratz.

Schritt 1

Wenn Sie einem Autor den Auftrag geben, dann nennen Sie ihm Thema, Stil (z.B. Du oder Sie), Zielgruppe , ggf. Länge (im Sinne: so lange der Beitrag Mehrwert schafft) und wo der Artikel erscheinen soll, inklusive in welchem Bezug er zu anderen Texten auf dieser Seite stehen soll. Sie nennen aber in jedem Fall KEIN Keyword. Und verweisen Sie ihn ggf. auf diesen Artikel zum Thema „Content Anforderungen“ und verdeutlichen Sie ihm, dass „Aschenputtel-Content“ nicht gefragt ist. Ein Part in dem ein guter Autor eigentlich nichts zu suchen hat und eher einem simplen Keyword-Approach gleicht (Schritt 3 ff.) findet man hier.

Schritt 2

Ehe sich ein guter SEO mit der Frage „Keyword“ auseinandersetzt, befasst er sich mit den Content. Bietet der Content einen Mehrwert? Könnte er den Nerv der Zielgruppe treffen? Beinhaltet er alle wichtigen Fakten und stimmen diese („Quellen“!) zum Thema? Fehlen Aspekte die einem sofort einfallen? Und und und. Erst, wenn das alles überprüft wurde und ggf. mit dem Autor eine „Korrekturschleife“ gefahren wurde, geht es weiter.

Schritt 3

Nun beginnt die Arbeit des SEO. Abgeleitet aus dem Inhalt des Textes: Was könnte ein „Ranking Signal“ für diesen Text sein? Hoffentlich ist der Text so verfasst, dass er sinnvolle Optionen bietet. Denn ja, wir suchen nach einem Keyword, aber noch mehr suchen wir a) nach Umfeldern (Alternativen / Optionen) und b) in den meisten Fällen verbunden mit der Frage: „Wie könnte die Suchanfrage eines Users lauten?„. Und dabei das Spannende: „Welche Absicht (user intent) könnte der User mit der Suchanfrage verbinden?“ Dass beinhaltet die Prüfung, ob unser Artikel auf diese mögliche Frage eine hinlänglich gute Antwort liefert. Dabei hilft es ungemein sich auf W-Fragen zu konzentrieren.
Ein Beispiel:
puls_chart

Schritt 4

Bei der Suche nach dem ominösen „W-Keyword“ reicht ein Google Keyword Planer etc. aber schon lange nicht mehr aus! Was bei Weitem nicht heißt, dass man das „W-Keyword“ nicht mal mit AdWords testen sollte!

Schritt 5

Hat man alle SEO-Prozess-Schritte durchlaufen (siehe Beispiel-Video für einen solchen Prozeß weiter unten), dann heißt es Text live stellen und Geduld haben!
puls_verlauf

Jeder gute SEO hat dabei sein eigenes Verfahren entwickelt. Sicher, gute Inhalte und Mehrwert für den User sind essenziell, aber ohne SEO taugt der beste Text zu kaum etwas.

Whiteboard Friday Video zum Thema Keyword


Quelle: MOZ

Eine erste Anleitung zum SEO-Check und verbessern Ihrer eigenen Website gibt es kostenlos hier. Mehr zu genau diesem Thema bei Franz Keim.

Auch Sie brauchen nicht nur gute Texte, sondern solche, die auch gefunden und gelesen werden?

Bei der Auswahl eines SEO & Web Dienstleisters oder einer Online-Marketing Agentur oder Online-PR-Services, achten Sie zumindest auf diese Auszeichnungen:

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Harald

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Harald ist ein Seriengründer in den Bereichen Software, Web, Mobile und Medien. Haralds Lieblingsaktivitäten drehen sich um 'disruptive Geschäftsmodelle'. In der Vergangenheit eher im Bereich "streaming media" und "Web-TV" derzeit mehr rund um "SEO", "PR" & "Publishing". Seine Aktivitäten laufen seit 1992 unter "MediaWireless.eu" und seit November 2013 primär unter Oplayo.com. Harald ist Mit-Gesellschafter der Oplayo GmbH, Geschäftsführer der Gesellschaft und Referent der "PR im Web" - Präsenzseminare.

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